Montag, 23. Mai 2011

Special Report Renewable Energy Sources (SRREN)

The Working Group III Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation (SRREN) presents an assessment of the literature on the scientific, technological, environmental, economic and social aspects of the contribution of six renewable energy (RE)sources to the mitigation of climate change. It is intended to provide policy relevant information to governments, intergovernmental processes and other interested parties.
The report consists of 11 chapters, six of them - called the technological chapters - deal with:

- Renewable Energy and Climate Change
- Bioenergy
- Direct Solar Energy
- Geothermal Energy
- Hydropower
- Ocean Energy


All of them are considered as renewable energy sources. The report explains how they can be produced. Furthermore, it gives an overview of the renewable energy markets and shows that the deployment of renewable energy has been increasing rapidly in recent years. It also gives an insight into the the historical development of global primary energy supply from renewable energy from 1971 to 2008. The report states that climate change will have impacts on the size and geographic distribution of the technical potential for renewable energy sources, but research into the magnitude of these possible effects is nascent.

(Shares of energy sources in total global primary energy supply in 2008






Moreover, the report shows the different types of electricity, heat, and transport fuels.

Electricity types
- Biomass
- Solar Electricity
- Geothermal Electricity
- Hydropower
- Ocean Electricity

Heat types
- Biomass
- Solar Thermal Heat
- Geothermal Heat

Transport fuel types

Furthermore, the report reveals the integration of renewable energy resources into present and future energy systems.

Another chapter demonstrates renewable energy and sustainable development.
Historically, economic development has been strongly correlated with increasing energy use and growth of GHG emissions and renewable energy can help decouple that correlation, contributing to sustainable development (SD). In addition to reduced GHG emissions, the reports states that renewable energy technologies can provide other important environmental benefits. Maximizing these benefits depends on the specific technology, management, and site characteristics associated with each renewable energy project.

The end of the report deals with policy, implementation and financing development (SD). Policies have promoted an increase in renewable energy capacity installations by helping to overcome various barriers. The report closes with an advancing knowledge about renewable energy.


The comprehensive report can be downloaded here.


(Source: http://www.ipcc.ch/news_and_events/docs/ipcc33/SRREN_FD_SPM_final)

Freitag, 20. Mai 2011

Optimierung bei der Energie - beschaffung und im Energiehandel

Flexible Beschaffungsmethoden und
mehr Effizienz im Energiehandel

Die Bedeutung der Beschaffung für den Lieferanten
Über die gewählte Beschaffungsmethode ist ein wesentlicher Teil des Unternehmenserfolges und des unternehmerischen Risikos definiert. Die Beschaffungsmethode legt Reaktionsmöglichkeiten auf Änderungen des Marktes fest. Der Stromeinkaufspreis ist ein wesentlicher Einflussfaktor für die Marge des Vertriebsgeschäftes und kann durch die Wahl der Beschaffungsmethode beeinflusst werden. Klassische Vollversorgungs - verträge ersetzen bisher die Chancen des Agierens auf dem freien Markt durch einen einzigen Preis. Dieser ist oft mit erheblichen Sicherheitsmargen belastet.

Mit den Möglichkeiten einer strukturierten Beschaffung und den vielfältig im Markt angebotenen Portfolio- und Risikomanagement-Dienstleistungen können Chancen bei nur moderater Risikoerhöhung genutzt werden. Durch eine Flexibilisierung der Beschaffungsmethode kann der Unternehmenserfolg signifikant gesteigert werden. 

Tipp:
Erfahren Sie mehr
MaBiS im Praxistest
Potenziale nur für große Lieferanten?
Die großen Versorger verfügen über integrierte Portfoliosteuerungen und Handelsabteilungen. Diese große organisatorische Lösung ist nur bei entsprechenden Volumina sinnvoll. Auch für Versorger mit kleineren Absatzmengen können Angebote des vielfältigen Dienstleistungsmarkts genutzt werden. Eine wesentliche Frage ist, was der Lieferant selbst leisten kann und will und welche Leistungen zugekauft werden sollen. Um die Märkte in ihrer vollen Flexibilität nutzen zu können, muss hier teilweise erheblich in die Infrastruktur investiert werden. Aber auch mit geringen Investitionen können durch prozessuale und organisatorische  Anpassungen zukunftsweisende Beschaffungsstrategien umgesetzt werden.

Der Weg zum Heben der Potenziale
Die Experten von IDS Scheer haben ein Vorgehensmodell entwickelt um die Potenziale einer optimierten Beschaffung zu realisieren. Das spezifische Vorgehensmodell basiert auf dem erfolgreichen Ansatz von ARIS Value Engineering (AVE) zur Pro zessreorganisation und wurde für die spezifischen Fragestellungen der Beschaffungsoptimierung angepasst. Die Branchenexperten von IDS Scheer unterstützen Sie dabei, die Potenziale einer Beschaf fungs änderung so - wohl technisch wie organisatorisch zu planen und umzusetzen. Gleich zeitig erkennt man frühzeitig den Einfluss der ge wählten Strategie auf die Prozesse. Ein wesentliches Erfolgskriterium ist die Zuverlässigkeit der Pro zesse. Der Einfluss der gewählten Strategie auf die Prozesse wird dabei frühzeitig deutlich gemacht. Ein wesentliches Erfolgskriterium ist die Zuverlässigkeit der Prozesse. Einfluss auf eine Risikoreduzierung haben die Prozesse im weiteren Umfeld des Energiedatenmanagements. Eine zuverlässige Basis der Verbrauchsdaten ist für eine optimierte Beschaffung zwingend erforderlich. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Prozessgestaltung ist somit gesetzt.

Erfahren Sie mehr über dieses Modell und laden Sie sich die kostenlose PDF herunter:

Optimierung bei der Energiebeschaffung und im Energiehandel
Optimierung bei der Energiebeschaffung und im Energiehandel
Über die gewählte Beschaffungsmethode ist ein wesentlicher Teil des Unternehmenserfolges und des unternehmerischen Risikos definiert. Die Beschaffungsmethode legt Reaktionsmöglichkeiten auf Änderungen des Marktes fest.
Die kostenlose PDF hier herunterladen.

Montag, 16. Mai 2011

Kampf um Seltene Erden - Hightech-Rohstoffe als Mangelware


Seltene Erden-Oxide
© Peggy Greb / ARS / USDA
Kampf um Seltene Erden
Hightech-Rohstoffe als Mangelware

Sie heißen Neodym, Terbium oder Promethium und gelten als „Treibstoff der Moderne“: Ohne diese Seltenen Erden wäre unsere Hightech-Welt mit Lasern, Flachbildschirmen, Elektromotoren oder LEDs undenkbar. Doch nun werden die wichtigen Rohstoffe knapp, die Industrie schlägt Alarm. 

Seltene Erden haben lange ein „Mauerblümchen-Dasein“ gefristet. Erst in den letzten Jahren sind sie zu einer der begehrtesten Rohstoffgruppen weltweit aufgestiegen – und zu einer der teuersten. Schuld daran ist auch China, das beim Bergbau der Seltenen Erden heute nahezu eine Monopolstellung inne hat und den Handel mit den Metallen nach Belieben kontrolliert. 

Durch immer stärkere Ausfuhrbeschränkungen und steigende Exportzölle sind die insgesamt 17 Metalle der Seltenen Erden mittlerweile zur Mangelware geworden, Lieferengpässe drohen. Politik und Wirtschaft sehen längst die Rohstoffversorgung in Gefahr und befürchten Produktionsausfälle oder dramatische Preissteigerungen bei Hightech-Produkten.

Doch wo findet man Seltene Erden? Was macht sie so einzigartig? In welchen Sparten werden sie eingesetzt? Und noch viel wichtiger: (Wie) kann man die aktuelle Rohstoffkrise in den Griff bekommen und sich aus der Abhängigkeit von China befreien? Antworten auf diese und viele andere Fragen zu den Seltenen Erden finden Sie auf den folgenden Seiten.

Seltene Erden sind „in“
Vom Nobody zum Star

Windkraftanlage © DOE
Kennen Sie Praseodym, Dysprosium und Yttrium? Oder Gadolinium, Lanthan und Promethium? Nein? Kein Problem, denn Sie stehen mit Ihrer Unwissenheit sicher nicht alleine da. Denn außer unter Chemikern, Geowissenschaftlern und einigen Industrieexperten waren alle diese chemischen Elemente noch vor wenigen Jahren so gut wie unbekannt – dabei wurden die meisten bereits im 18. und 19. Jahrhundert von Forschern wie Carl Auer von Welsbach oder Carl Axel Arrhenius entdeckt. 

Garanten der modernen Hightech-Welt
Heute dagegen sind diese Elemente in aller Munde. Wenn auch weniger unter ihren eher kryptischen Einzelnamen als unter der Sammelbezeichnung „Seltene Erden“. Denn egal ob Plasmafernseher, Laser, Rußpartikelfilter oder „smarte“ Bomben: Kaum ein modernes Hightech-Produkt kommt mittlerweile noch ohne Seltene Erden aus. 

Lanthan, Cer, Praseodym, Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium
© Tomihahndorf / GFDL
Mal werden nur winzige Mengen von einem der Elemente benötigt, dann wieder einige Kilogramm – zum Beispiel bei Hybrid-Autos - oder wie bei Windrädern gleich mehrere Tonnen. Klar jedoch ist: Ganz ohne diese Rohstoffe gäbe es viele wichtige Katalysatoren, Magnete, Polituren, Keramiken, Leuchtmittel oder Legierungen nicht. 

Seltene Erden: Ein Begriff als Mogelpackung
Doch was sind Seltene Erden eigentlich genau? Und wo werden sie abgebaut? Wenn man versucht eine Antwort auf diese Fragen zu geben wird schnell deutlich, dass die Bezeichnung Seltene Erden eigentlich eine „Mogelpackung“ ist. Denn dabei handelt es sich weder um Raritäten – Edelmetalle wie Gold und Silber sind in der Erdkruste viel seltener zu finden –, noch geht es um verschiedene Varianten von Erde. 

„Die Bezeichnung Seltene Erden ist eigentlich missverständlich, denn sie stammt noch aus der Zeit der Entdeckung dieser Elemente. Sie beruht auf der Tatsache, dass sie zuerst in seltenen Mineralien gefunden und aus diesen in Form ihrer Oxide (früher ‚Erden‘) isoliert wurden“, erklärt das Fachportal Rohstoffwelt auf seiner Website. 

Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium, Lutetium
© Tomihahndorf / GFDL
17 unterschiedliche Metalle
Insgesamt gehören zur Gruppe der Seltenen Erden insgesamt 17 unterschiedliche Metalle, die in der Regel gemeinsam in Erz-Lagerstätten weltweit vorkommen. Geowissenschaftler unterscheiden dabei zwischen so genannten leichten Seltenen Erden wie Cer, Lanthan, Neodym oder Praseodym und schweren Seltenen Erden. Dazu gehören unter anderem Yttrium, Terbium, Dysprosium oder Europium. Während erstere meist in großen Mengen in den Lagerstätten existieren, sind die schweren Seltenen Erden oft nur in minimalen Konzentrationen darin zu finden. 

Hinzu kommt, dass in Erzen wie Monazit und Bastnäsit neben den Seltenen Erden in der Regel auch radioaktive Elemente wie Uran und Thorium auftreten. Dieser ebenso vielseitige wie begehrte und brisante „Rohstoff-Mix“ kann in der Regel nur zusammen abgebaut werden. Waren die Seltenen Erden früher häufig nur ein Abfallprodukt bei der Förderung von Eisen oder anderen Metallen, haben sie diesen Rohstoffen mittlerweile längst den Rang abgelaufen.

„Chinesische Ära“ 
Weltweit führend bei der Förderung und dem Export der Seltenen Erden ist seit einiger Zeit China. Rund 97 Prozent der Rohstoffe werden derzeit im Reich der Mitte gewonnen, der „mickrige“ Rest stammt laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aus Russland, den USA und Indien. Doch diese „chinesische Ära“ dauert noch gar nicht so lange. Eingeläutet wurde sie erst Mitte der 1990er Jahre…

Alles „made in China“
Beinahe-Monopol innerhalb von 20 Jahren

41° 46′ Nord, 109° 58′ Ost: Die autonome Region Innere Mongolei der Volksrepublik China. Während hier früher der Mongolenherrscher Dschingis Khan sein Unwesen trieb, befindet sich dort heute die lebhafte Millionenstadt Baotou. Nur wenige Kilometer vom Zentrum der Metropole entfernt stößt man auf die Mine Bayan Obo, einer der größten Tagebaue der Welt. Bayan Obo ist aber nicht irgendeine x-beliebige Erz-Lagerstätte, die Mine ist seit einigen Jahren das Herz der Seltene Erden-Produktion im Reich der Mitte – und damit auch weltweit. 

Seltene Erden-Erz
© USGS / Mineral Information Institute / U.S House Subcommittee on Energy and Natural Resources
Minen ohne Ende
Über die Hälfte der globalen Förderung an Neodym, Lanthan & Co stammte laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 2010 aus Bayan Obo. In den 570 bis 1.000 Millionen Jahre alten Gesteinen aus dem Erdzeitalter des Oberen Proterozoikums lagern bis zu 35 Millionen Tonnen an Seltenen Erden. Zum Vergleich: Im letzten Jahr wurden weltweit gerade mal rund 130.000 Tonnen an Seltenen Erden abgebaut. 

Doch Bayan Obo ist längst nicht Chinas einziges Seltene Erden-Vorkommen. Auch in vielen anderen Provinzen des Landes werden die weltweit begehrten und teuren Rohstoffe in großem Maßstab aus dem Boden geholt. Ein großer Anteil der raren schweren Seltenen Erden stammt dabei aus dem Süden Chinas, wo es neben einigen großen staatlichen Produktionsstätten auch zahlreiche illegale Betriebe gibt. Aus letzteren stammt nach aktuellen Angaben der BGR fast die Hälfte des weltweiten Angebots an schweren Seltenen Erden.

Weltkarte der Seltenen Erden
So weit so gut. Doch warum ist gerade China nahezu Monopolhalter bei der Förderung und beim Export Seltener Erden? Konzentrieren sich in seinen Landesgrenzen alle Lagerstätten für diese Rohstoffe? Ein Blick auf die Weltkarte der Seltenen Erden vermittelt ein anderes Bild. Danach verfügt China zwar über rund 38 Prozent der Reserven, der große Rest ist jedoch in anderen Regionen zu finden. Dazu gehören unter anderem die Staaten der früheren Sowjetunion mit 19 Prozent, die USA mit 13 Prozent sowie Australien und Indien mit fünf bzw. drei Prozent.

Doch wenn nicht die Rohstoffverteilung, was ist dann schuld daran, dass China heute der einzige ernst zu nehmende Global Player in Sachen Seltene Erden ist? Gleich zwei Gründe waren nach Ansicht von Experten für den Siegeszug der chinesischen Rohstoffe in den letzten 20 Jahren entscheidend: Preis-Dumping und gravierende Umweltprobleme beim Abbau und der Aufbereitung der Seltenen Erden. 

So konnte das Niedriglohnland China aufgrund geringer Personal- und Produktionskosten sowie fehlender Umweltauflagen die Rohstoffe ab Anfang der 1990er Jahre viel günstiger und reichhaltiger anbieten als seine Konkurrenten. Es überschwemmte mit seinen Seltenen Erden sogar regelrecht den Weltmarkt. Die Minenbetreiber im Land des damaligen Marktführers USA oder in anderen Ländern hatten das Nachsehen. 

Der Großraum Baotou
© NASA / World Wind
„Drecksarbeit“ für China
Hinzu kam: „Beim Abbau von Seltenen Erden fallen im Bergbau sehr große Mengen an Rückständen an, die giftige Abfälle enthalten. Diese werden in künstlichen Teichen, umgeben von einem Damm, abgelagert. Ein Dammdurchbruch […] kann zu zerstörerischen Umweltauswirkungen mit spezifischen Emissionen von Thorium, Uran, Schwermetallen, Säuren und Fluoriden führen. Darüber hinaus enthalten die meisten Seltenen Erden-Lagerstätten radioaktive Materialien, die Gefahren wie das Austreten von Radioaktivität in den Luft- oder Wasserpfad bergen“, beschreibt das Öko-Institut einige der wichtigsten Gefahren die vom Seltene Erden-Bergbau ausgehen. 

Warum nicht die „Drecksarbeit“ und die Umweltprobleme den Chinesen überlassen? Und stattdessen lieber Rohstoffe aus dem Reich der Mitte zu konkurrenzlos niedrigen Preise einkaufen? Dies dachte sich so mancher Politiker, Unternehmer und Wirtschaftsboss in den Industrieländern und setzte voll auf Chinas Seltene Erden. Dass deshalb fast alle nicht mehr rentabel arbeitenden Minen in den USA, Japan oder Australien schlossen, war ihnen gleich. Dieses „Setzen auf eine einzige Karte“ ging solange gut, bis China anfing, dem Rest der Welt die Daumenschrauben anzusetzen… 

China „bunkert“ Seltene Erden
Industrieländern besorgt über Rohstoffmangel

„Der Nahe Osten hat sein Öl, wir haben die Seltenen Erden“: Dieser Vergleich stammt vom langjährigen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, Deng Xiaoping. Obwohl er bereits fast 20 Jahre alt ist, wird die Brisanz, die in ihm steckt erst in den letzten Jahren so richtig deutlich.

Seltene Erden-Oxide
© Peggy Greb / ARS / USDA
Denn ähnlich wie die Ölexportierenden Staaten in den Zeiten der Ölkrise 1973 und 1979/80 hat China vor einiger Zeit begonnen, den längst dringend auf die Seltenen Erden angewiesenen Industriestaaten langsam aber sicher den Rohstoff-Hahn abzudrehen. Das Land drosselte die Exporte von noch 65.600 Tonnen im Jahr 2005 auf gerade mal 14.500 Tonnen für das erste Halbjahr 2011. Offiziell aufgrund von Produktionseinschränkungen infolge von neuen, höheren Umweltschutzstandards - und damit die einheimische Industrie selbst ausreichend Seltene Erden zur Verfügung hat. 

Wertschöpfung im eigenen Land halten
Eine wichtige Rolle bei der neuen Strategie spielt wohl aber auch, dass China sein Image als einfacher Rohstofflieferant abstreifen und den Markt für Hochtechnologie vermehrt mit eigenen Produkten erobern will. „Chinas Beschränkungen sind industriepolitisch motiviert. Das Land versucht die Wertschöpfung im eigenen Land zu halten“, sagte denn auch der ehemalige Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf im Oktober 2010 in der Welt. 

Die immer weiter sinkenden Exportquoten und stark steigende Exportzölle bei den Rohstoffen „made in China“ haben mittlerweile dazu geführt, dass die Seltenen Erden ebenso rar wie begehrt sind wie nie zuvor. Folge: die Versorgungslage ist auch in Deutschland kritisch. Prognosen zufolge könnten bald bis zu sieben Elemente - Dysprosium, Europium, Lanthan, Neodym, Praseodym, Terbium, Yttrium – nicht mehr im ausreichenden Maße vorhanden sein.

„Seltene Erden sind für die deutsche Wirtschaft mindestens so wichtig wie Erdöl und Erze", sagt der Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom), August-Wilhelm Scheer. „Die künstliche Verknappung kann zu Preissteigerungen und Lieferengpässen bei stark nachgefragten Geräten führen.“

Preise steigen immer weiter
Und noch eines hat das Rohstoff-Bunkern der Chinesen bewirkt: „Von 2005 bis Mitte 2008 sind die Preise für nahezu alle Seltenen Erden stark, für Terbium sogar sehr stark, gestiegen“, konstatiert Harald Elsner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in einer Studie im April 2011. Nach einer kurzen Preisberuhigung durch die Wirtschaftskrise setzte sich der Trend laut Elsner später weiter fort. 

„Ab dem 3. Quartal 2009 hat ein erneuter starker Preisanstieg eingesetzt, der bis heute unvermindert anhält und sich sogar beschleunigt. Seit Beginn des Jahres 2011 haben die Preise für alle schweren Seltenen Erden schwindelerregende Höhen erreicht, wobei ein Ende dieses Höhenfluges nicht abzusehen ist.“ So kostete etwa das Kilogramm Neodym, das unter anderem in Windkraftanlagen zum Einsatz kommt, Anfang Mai 2011 283 US-Dollar statt 42 Dollar, wie noch vor einem Jahr. Ähnlich sieht es auch bei dem für Raketen und Dauermagneten benötigten Samarium aus. Hier haben sich die Preise sogar nahezu verachtfacht.

Der Hype geht weiter
Hinzu kommt, dass sich der Hype um die Seltenen Erden in den nächsten Jahren vermutlich noch dramatisch steigern wird. Etwa durch den steigenden Absatz an Hightech-Produkten wie Handys, Laser, LEDs oder Energiesparlampen und die Entwicklung immer neuer Anwendungen. So könnte schon bis 2012 die Nachfrage nach Seltenen Erden laut einer BGR-Studie um rund die Hälfte von heute 130.000 Tonnen auf 190.000 Tonnen anwachsen. Marktwert zwei Milliarden US-Dollar – mindestens. Doch woher sollen die zusätzlich benötigten Seltenen Erden kommen? China hat bereits abgewunken.

Neue Minen braucht die Welt
Die Suche nach Alternativen zu Importen aus China

17. Juni 2010, Brüssel. Die EU-Kommission sorgt mit einer Nachricht für Aufregung in der breiten Öffentlichkeit: Laut dem Bericht einer eigens dafür eingesetzten Expertengruppe droht Europa eine gravierende Rohstoffknappheit. 

Germanium
© Gibe / GFDL
Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani, zuständig für Unternehmen und Industrie, präsentiert zugleich eine erste Liste „kritischer Rohstoffe“ auf der gleich 14 Namen stehen: Antimon, Beryllium, Kobalt, Flussspat, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niob, Metalle der Platingruppe, Tantal, Wolfram und - natürlich – die Seltenen Erden. 

Deutsche Rohstoffagentur gegründet
Um die drohenden Engpässe zu verhindern und Versorgungssicherheit für die Industrie zu schaffen, werden in der Folge verschiedene Maßnahmen diskutiert und umgesetzt. So gründet Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle im Oktober 2010 bei seinem Besuch der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Deutsche Rohstoffagentur. Sie soll unter anderem die Wirtschaft in Fragen der Verfügbarkeit und aktueller Marktentwicklungen sowie bei der nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen unterstützen. 

EU als Seltene Erden-Produzent? 
Es wird Anfang Februar 2011 aber auch eine europäische Rohstoffstrategie vorgestellt, die beispielsweise vorsieht, den Abbau Seltener Erden in Europa massiv voranzutreiben. „Wir wollen das Potenzial finden“, so EU-Industriekommissar Tajani. 

Rund sieben Prozent der weltweiten Vorkommen soll es in der EU geben, etwa in Großbritannien, auf Grönland und sogar in Deutschland. Nahe dem kleinen Ort Storkwitz in Sachsen existiert eine Lagerstätte, die nach Angaben von Geowissenschaftlern möglicherweise über 41.000 Tonnen Seltene Erden enthalten soll. Eine Gewinnung ist dort zurzeit aber noch nicht einmal ansatzweise absehbar. 

Mountain Pass-Mine
© AlanM1 / CC BY 3.0
Die Hatz nach neuen Minen 
Doch nicht nur in der EU auch in Russland, in den USA, Kanada, Australien und vielen anderen Ländern der Erde versucht man zurzeit händeringend neue Seltene Erden-Minen aus dem Boden zu stampfen - oder aufgegebene zu reaktivieren. So wird beispielsweise im US Bundesstaat Kalifornien die Mountain Pass–Mine mit Investitionen von rund einer halben Milliarde Dollar wieder auf Vordermann gebracht. Sie soll vielleicht schon ab 2012 rund 18.000 Tonnen Seltene Erdoxide (SEO) liefern. 

Pleiten, Pech und Pannen
Viele Projekte, wenige Hoffnungsträger

Rund 270 Seltene Erden (SE)-Projekte sind weltweit zurzeit in Planung oder im Bau. Ob diese alle jedoch irgendwann größere Mengen an Terbium, Yttrium oder Lanthan liefern werden, ist heute noch mehr als unklar. 

Terbium
© http://images-of-elements.com / CC BY 1.0
Dazu Harald Elsner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in einer Studie aus dem Jahr 2011: „Trotz anderweitiger Beteuerungen der jeweiligen Lizenzinhaber werden hiervon sicherlich nur ein sehr geringer Anteil, geschätzt fünf Prozent, jemals in Produktion gehen. Die wichtigsten Gründe hierfür liegen im Fehlen strategischer Investoren, im fehlenden Knowhow der hydrometallurgischen Aufbereitung der SE-Minerale sowie auch in der irgendwann einsetzenden Übersättigung des Marktes für leichte SE.“

Vom Hoffnungsträger zum Problemfall
Wie schnell aus einem Hoffnungsträger ein Problemfall werden kann, hat zuletzt ein australisches Projekt gezeigt. Im Bundesstaat Western Australia sollte in der Mount Weld Mine eigentlich noch im Jahr 2011 mit dem Abbau der insgesamt 1,4 Millionen Tonnen Seltene Erden begonnen werden. Doch nun droht dem ohnehin unter Finanzproblemen leidenden Besitzer Lynas – zwischenzeitlich war sogar der Einstieg chinesischer Investoren im Gespräch – ein herber Rückschlag.

Kuantan Beach
© Paulwee / CC BY 1.0
Denn vor allem die Weiterverarbeitung der in Mount Weld gewonnenen Rohstoffe steht mittlerweile in den Sternen. Diese sollte eigentlich ab Herbst 2011 rund 4.000 Kilometer weit entfernt in Malaysia losgehen. Dort entsteht zurzeit nahe der Großstadt Kuantan die größte Seltene Erden-Raffinerie der Welt. Allerdings verzögern die Behörden zurzeit die Erteilung der Betriebserlaubnis – unter anderem weil es öffentliche Sorge über die natürlich vorkommende, niedrig-dosierte radioaktive Kontamination des Erzes gibt, das in Australien abgebaut wird. 

Sechs Monate Verzug? 
Raja Dato Abdul Aziz bin Raja Adnan, der Generaldirektor des malayaischen Atomenergie-Kontrollgremiums erklärte im Mai 2011, dass das Gremium die Lynas Corporation gebeten hat, zusätzliche Unterlagen vorzulegen, bevor der Antrag auf eine Betriebserlaubnis akzeptiert werden kann. Um den Antrag zu prüfen werde es sechs Monate dauern, so Raja Adnan. Lynas dürfe keinerlei Rohmaterial in die Anlage bringen, bevor nicht die Erlaubnis erteilt worden ist.

Hintergrund der Entscheidung sind wohl vor allem die massiven Proteste von Gegnern des Projektes in Malaysia. Sie fürchten in Zusammenhang mit der neuen Fabrik eine ähnliche ökologische und humanitäre Katastrophe wie vor 20 Jahren. Damals hatte Mitsubishi in einem abgelegenen Gebiet des Landes ebenfalls jahrelang eine Seltene Erden-Raffinerie betrieben, die gewaltige Mengen an radioaktivem Abfall produzierte. Die Folge: verseuchte Böden, kontamiertes Wasser und unter anderem ungewöhnlich viele Krebsfälle in der betroffenen Region. Die Reinigungs-und Dekontaminations-Maßnahmen vor Ort sind noch immer nicht endgültig abgeschlossen.

Doch warum soll die Seltene Erden-Fabrik überhaupt in Malaysia gebaut werden und nicht direkt in Australien? Dann könnte man sich doch den mühsamen und teuren Transport der Rohstoffe sparen. Lynas argumentiert in erster Linie mit geringeren Kosten beim Bau und Betrieb der Anlage in Malaysia. Der wahre Grund ist jedoch ein anderer: In Australien existiert eine einflussreiche grüne Partei, die aufgrund der Umweltgefahren gegen das Projekt Sturm gelaufen wäre und seine Durchsetzung vermutlich verhindert hätte.

Abhängigkeit von China bleibt bestehen
Fazit: Trotz des internationalen Kraftakts den Abbau von Seltenen Erden außerhalb Chinas (wieder) ins Rollen zu bringen, ist noch kein durchschlagender Erfolg bei der Rohstoffgewinnung in Sicht. Die Abhängigkeit von chinesischen Exporten wird wohl zumindest noch einige Jahre bestehen bleiben – es sei denn man findet kurzfristig Möglichkeiten Seltene Erden zu recyceln oder in den Produkten zu ersetzen.

Recycling ist (noch) keine Lösung
Abhängigkeit von China bleibt bestehen

Neue oder reaktivierte Minen weltweit können erst mittel- oder langfristig eine nennenswerte Entspannung auf dem Weltmarkt für Seltene Erden bringen. Doch gibt es vielleicht andere Möglichkeiten oder Strategien, die schneller die Rohstoffsicherheit wiederherstellen? Recycling etwa? 

Elektroschrott
© Volker Thies/CC-by-sa 3.0
Technik noch längst nicht ausgereift
Klar ist, dass die Methoden zur Wiedergewinnung von Neodym, Europium oder Yttrium aus Elektroschrott– wenn überhaupt vorhanden – noch in den Kinderschuhen stecken. Trotzdem wird unter anderem in Deutschland, den USA oder Japan intensiv daran geforscht. 

Das Öko-Institut hat sogar in einer Studie im Auftrag der Fraktion „Die Grünen/Europäische Freie Allianz“ im Januar 2011 einen ausführlichen Acht-Punkte-Plan für ein effizientes Seltene Erden-Recycling vorgestellt. 

Dieser umfasst unter anderem den Aufbau eines „Europäischen Seltene-Erden-Kompetenz-Netzwerks“ oder die Identifizierung von Pilotprodukten und die Entwicklung von Pilot-Recycling-Anlagen. Aber auch das Durchführen von Forschungsvorhaben, das Installieren eines Sammel- und Vorbehandlungssystems sowie das Schaffen der notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen gehören danach zu den vordringlichsten Aufgaben in Sachen Recycling.

System in fünf bis zehn Jahren einsatzbereit? 
In fünf bis zehn Jahren, so die Einschätzung des Öko-Institutes könnte das Recycling-System einsatzbereit sein – zumindest wenn der Startschuss dafür umgehend gegeben wird. Die Vorteile liegen auf der Hand. So würde Deutschland bei den Seltenen Erden unabhängiger von chinesischen Exporten, da zumindest die Sekundärproduktion in Europa stattfinden würde. Ein weiterer Vorteil: Beim Recycling würden keine gefährlichen radioaktiven Abfälle anfallen.

Superreines Neodym unter Argon
© http://images-of-elements.com / CC BY 1.0
Weniger optimistisch als die Studie des Öko-Instituts ist jedoch der Rohstoffexperte Harald Elsner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. In der Online-Ausgabe von „Der Aktionär“ kommt er zu dem Schluss: „Recycling ist aber in vielen Bereichen nicht möglich. Denken Sie nur an Autokatalysatoren oder Gläser. Die Stoffe sind zu dissipativ verteilt. Die Magnete, in denen große Mengen Seltene Erden verarbeitet sind, befinden sich in Windkraftanlagen und zukünftig in Hybridautos. Die Windkraftanlagen befinden sich fast alle noch in Betrieb.“ 

Rohstoffexperte: zehn Prozent sind das Maximum
Und weiter: „Aktuell wird die Quote in Deutschland von Recycling an Seltenen Erden auf ungefähr ein Prozent geschätzt. Optimistische Vorhersagen gehen davon aus, dass sie in einigen Jahren bis auf zehn Prozent steigen kann. Das heißt 90 Prozent müssen immer noch als Primärmaterial gewonnen werden.“

Es sei denn es gelingt, Neodym & Co in vielen Produkten durch andere Materialien zu ersetzen. Große Hoffnung, dass dies nicht nur schnell, sondern auch in großem Umfang gelingen könnte, gibt es momentan allerdings nicht. 

Rheinwasser mit Seltener Erde kontaminiert
Umweltprobleme auch in Deutschland

„Seltene Erden brauchen wir heute, um mit energiesparender Beleuchtung, Katalysatoren und Elektrofahrzeugen in eine grüne Zukunft zu starten. Dabei müssen wir jedoch jetzt darauf achten, dass sie aus einer nachhaltigen Produktionskette stammen. Hierbei spielen neben einem umweltfreundlichen Bergbau die effiziente Gewinnung und Nutzung der seltenen Erden eine große Rolle. Hier sieht das Öko-Institut noch viel Spielraum für eine Optimierung“: Dies sagte Doris Schüler vom Öko-Institut Ende Januar 2011. 

Rhein bei Duisburg
© Stadt Duisburg
Wie recht sie damit hat – vor allem was die Verarbeitung der Seltenen Erden betrifft - zeigt jetzt ein Beispiel aus Deutschland. Betroffen ist der Rhein, genauer gesagt, der Flussabschnitt von Worms bis hin zur Mündung in der Nordsee. 

Massive Kontamination des Rheinwassers
Wissenschaftler um Michael Bau und Serkan Kulaksiz von der Jacobs Universität Bremen haben dort eine erhebliche Gewässerverseuchung mit der Seltenen Erde Lanthan enthüllt. Wie sie in der Umwelt-Fachzeitschrift „Environment International“ berichten, lagen die ermittelten Konzentrationen etwa in der Region Mainz bis zum 46-fachen über den natürlichen Werten. Im Bereich Bonn-Leverkusen-Neuss stellten die Geochemiker immerhin noch das 25-fache der normalen Verunreinigung fest.

Lanthan
© Tomihahndorf / GFDL
Panne bei der Katalysator-Produktion? 
Doch warum ist gerade dieser Flussabschnitt von der Kontamination so massiv betroffen? Diese Frage ist bisher noch nicht endgültig geklärt. Es gibt aber durchaus Indizien dafür, woher das Lanthan stammen könnte. So werden in einem Wormser Werk in großem Maßstab Katalysatoren für Erdölraffinerien produziert. Dabei ist die Seltene Erde unentbehrlich. Das Lanthan, das ansonsten weltweit in Akkus für Elektroautos, Brennstoffzellen oder Rußpartikelfiltern zum Einsatz kommt, könnte dort demnach über das Industrieabwasser in den Rhein gelangt sein.

Zumindest ansatzweise bekannt ist mittlerweile, wie viel Lanthan der Fluss auf diese Weise kontinuierlich Richtung Nordsee transportiert: 1,5 Tonnen - pro Jahr. So lauten jedenfalls die ersten, allerdings noch unbestätigten Schätzungen von Bau und Kulaksiz.

(Keine) Gefahr durch Seltene Erde? 
Doch wie gefährlich ist das Lanthan im Rheinwasser für Mensch und Natur? Das erste Fazit der Wissenschaftler fällt bei diesem Thema eher zwiespältig aus: „Während die im Rheinwasser auftretenden Lanthanmengen als gesundheitlich unbedenklich gelten, liegen die extrem hohen Konzentrationen von bis zu 49 Milligramm pro Kilogramm Lanthan, die an der Einleitungsstelle gemessen wurden, oberhalb der Werte, für die bereits ökotoxikologische Effekte beobachtet wurden.“ 

Wie lange das Lanthan schon in den Rhein strömt, und ob es bereits konkrete Schäden etwa im Bereich der Rheinökosysteme in der Region Worms verursacht hat, ist zurzeit aber noch unklar. Mindestens ebenso wichtig, wie die Folgen der Lanthanverseuchung zu erforschen, ist ohnehin die Quelle für die Verunreinigung zweifelsfrei zu identifizieren und zu schließen…

(Dieter Lohmann, 13.05.2011)


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Mittwoch, 11. Mai 2011

Wie teuer ist der Betrieb eines Glasfasernetzes?

Dirk Sasson, Bereichsleiter Telekommunikation bei der Stadtwerke Neumünster, spricht über Möglichkeiten zur Kostensenkung für Stadtwerke, die Herausforderungen bei der Auswahl geeigneter Kabel- und Verlegesysteme, und die Rolle von Stadtwerken beim flächendeckenden Rollout von Glasfaser.



Mehr zum Thema Glasfasernetze sowie die Chance das vorliegende Interview komplett anzuhören und kostenlos zu downloaden finden Sie hier: Glasfasernetze für EVUs

Hören Sie ein weiteres Interview:

Was ist die Verlegetechnik der Zukunft?
In diesem Interview gibt Peter Böck, Bereichsleiter Informationstechnologie bei der Stadtwerke Augsburg, Einblicke ins Glasfaser-Geschäft der Stadtwerke Augsburg und schaut in die Zukunft der Stadtwerke im Glasfasermarkt.

Dienstag, 10. Mai 2011

Top Ten Reasons Why Denmark is a Cleantech Leader

According to Shawn Lesser - Co-founder & Managing Partner of Atlanta-based Watershed Capital Group, Co-founder of the GCCA Global Cleantech Cluster Association ”The Global Voice of Cleantech” and known as the "David Letterman of Cleantech"Denmark is a Cleantech Leader. Many countries have devised strategies for future clean energy and green economy glory but few have created as concrete and tangible plans as Denmark. Here are Lesser's top ten reasons why Denmark is a Cleantech Leader:

1) Denmark’s goal of becoming fossil-free country in 2050. Since 1980 Denmark has increased its GDP by 80% while keeping its gross energy consumption stable and reducing carbon emissions. But now Denmark is ready to jump to the next generation of clean energy economy. Thus the government of Denmark has unveiled its Energy Strategy 2050', which calls for the country to be completely independent from fossil fuels by 2050. According to a government release, Denmark is aiming to reduce its use of fossil fuels in the energy sector by 33% by 2020 compared to 2009. The strategy calls for a significant increase in renewable energy obtained from wind, biomass and biogas which over the next decade will increase the share of renewables to 33 percent of energy consumption. The initiative also calls for the wind power production capacity to double to 42% by 2020 where around 62% of electricity generation will come from renewable energy sources.

2) World leading exporter of energy technology. Danish exports of energy technology and equipment have more than tripled since 1989. This is due not least to early demand and efforts within research, development and testing of new energy technologies. Green energy technologies today hold a prominent position in total Danish exports of goods and two-thirds of green energy technologies come from the wind turbine sector. For more than a decade Denmark has topped the EU list of exporters of energy technologies and equipment.

3) First-mover market for EVs. Denmark’s pursuit and investments into EVs and the needed infrastructure will lead to one of the first-mover markets in the world. This is due to the unique situation of having a well-developed grid infrastructure, a very high share of wind power into the grid and the largest market for electrical energy in the world. Denmark aims to be the global leader in developing a national electric vehicle charging network that uses the cars’ batteries as a storage reservoir to balance the intermittency of wind. For example, Renault, Citrôen, Nissan, Peugeot, Mitsubishi, Volvo and Daimler have all announced imports of EVs to Denmark. Together with its partner Renault, Better Place have just opened Europe’s first Better Place center in Copenhagen.

4) A prototype for European Smart Grids. While many other countries are talking about smart grids as a future focus area, Denmark has for the last 20 years had to cope with handling a large share of renewable energy input to the energy system. Denmark is now on the forefront of having a state-of-the-art electrical grid system that is a) connected to the surrounding countries, b) in the global top 2 regarding highest security of supply, and c) the world’s highest percentage of renewable input to the electrical grid from distributed generation. Having the upstream electrical grid up-to-date enables project initiatives around downstream smart grid solutions to have much more concrete value in a Danish context. For foreign smart grid companies Denmark is a playground for R&D and test- and development before the larger markets are ready in the future. (see world’s largest intelligent grid tested in Denmark).

5) Large Cleantech Cluster. Denmark is home to the Copenhagen Cleantech Cluster, one of the largest cleantech clusters around the globe. Today, CCC counts more than 200 members, all engaged in a wide range of cleantech related activities ranging from Smart Grids, recycling of waste to sustainable urban development. CCC serves as the unifying umbrella for all the members and provides them with services within networks, events, knowledge-sharing activities among many other activities. CCC works to create increased growth in the Danish cleantech industry, attract and assist more foreign companies and talent and improve the business conditions of cleantech companies.

6) Large Number of Cleantech Businesses. There are a large number of cleantech businesses that reside in this country – from the largest global players to small startups with global reach. You can find large industrial conglomerates Siemens and IBM, smart grid companies Powersense, Green Wave Reality and Gridmanager, global water group DHI Group, biofuel companies Inbicon and Biogasol, and recent Cleantech Open category winner Abeo. An increasing number of foreign cleantech companies choose to establish a business entity or form partnerships in Denmark. Recently, the US-based EV manufacturer Tesla and smart grid company Spirae Inc. Established their presence in Denmark.

7) From pioneers in wind energy to a global hub for cleantech. Anyone who visits Denmark cannot miss the numerous windmills speckled throughout the country, providing electricity needs to numerous communities and farmers. For many, windmills have become the unofficial national symbol. Denmark uses wind energy to provide a majority of renewable energy. Currently, wind provides 20 percent of electricity needs in Denmark – the highest worldwide. By the end of 2009, the 5,000 windmills provided adequate electricity needs for more than one million households and the goal is to reach 50% wind power of the total electricity production in 2025. Denmark is home to many of the global premier wind power companies. Vestas, Siemens Wind Power, Gamesa, Suzlon, and many other wind turbine manufacturers have R&D offices. An interesting fact is that Danish companies account for 90% of the European market for offshore wind – a market projected to amount to DKK 75 billion per year until 2020 (source The Danish Wind Industry Association). In April 2012 the EWEA conference will be held in Copenhagen.

8 ) Access to Funding for Renewable Energy Research, Development and Commercialization. Denmark provides a number of opportunities to assist businesses in getting the necessary funding for research and development projects. Energinet.dk offers funding for energy research and development projects that assist in developing renewable power production. The Danish Energy Agency offers the EUDP program, which provides funding for the development and demonstration of new innovative energy technology. The Danish National Advanced Technology Foundation offers private companies and universities with the funds to develop and commercialize new technology.

9) Biomass and biofuels. In Denmark, biomass currently accounts for approximately 70% of renewable-energy consumption, mostly in the form of straw, wood and renewable wastes, while biogas accounts for less. Consumption of biomass for energy production more than quadrupled between 1980 and 2005 and further increases are expected in future – primarily for heat supply at district heating plants and in small-scale installations in households, at enterprises and institutions as well as large-scale power plants. Danish companies have developed efficient methods of combustion, gasification, and liquefaction of biomass for biofuels and biogas and have pioneered enzyme technology and other ways to maximize the efficiency of biofuels. Two of the world’s leading manufacturers of enzymes, Novozymes and Danisco Genencor, are located in Copenhagen and are important industry players.

10) Denmark’s 100% Renewable Energy Island. Off the coast of Denmark’s mainland rests the island of Samso, an island that is completely run by renewable sources of energy. These 112 square kilometers of land is just east of the Jutland peninsula and is home to a bit more than 4,000 residents. It is the first island in history to supply 100 percent of all electricity needs from renewable sources of energy, chiefly, the Samso offshore wind plant. Aside from the turbines, the 22 villages on the island are heated using wood chip and straw-run power plants and large solar panels.

(Source: http://blog.cleantechies.com/2011/05/06/top-ten-reasons-why-denmark-is-a-cleantech-leader/)

Montag, 9. Mai 2011

FTTH in Deutschland – Strategie oder Modellprojekt?

Der weltweite FTTH-Markt wächst und hat sich in Europa bereits zu einem bedeutenden Marktsegment entwickelt. Hierzulande waren bis Ende 2009 lediglich 0,4 bis 0,6 Prozent der Haushalte per FTTH-Technologie ans Netz angeschlossen. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 16 – und die Prognosen sind wenig positiv. Gegen einen flächendeckenden Ausbau mit Glasfaserzugangsnetzen spreche häufig die fehlende Wirtschaftslichkeit, sagen Experten. Eine Bestandsaufnahme.
Der FTTH-Markt in Europa erreichte laut Analysen der BMP TC Ende 2009 eine Gesamtzahl von 15 Millionen anschließbaren Haushalten gegenüber 5,8 Millionen ein Jahr davor. Das strategische Beratungsunternehmen, das sich seit 1993 den Breitbandthemen und Ultra Breitband-Fragestellungen als neutraler Berater widmet, hat herausgefunden, dass die Mehrheit der FTTH-Kunden in sechs Ländern anzusiedeln ist: Fast 75 Prozent davon befinden sich in Schweden, Italien, Frankreich, Norwegen, Niederlande und Dänemark. Der FTTH-Markt in Europa kennt eine Eigendynamik, die noch durch die Maßnahmen der öffentlichen Hand verstärkt wird. Denn sie hat in vielen Ländern erkannt, dass eine Ultra-Breitbandversorgung (sprich Glasfaser bis zum Teilnehmer) eine der bedeutendsten Faktoren für die Wirtschaft beziehungsweise für die Gesellschaft darstellt. Regierungen in Europa haben dedizierte Programme für die Entwicklung von FTTHInfrastrukturen aufgesetzt – unterstützt durch die EU-Kommission, die mit den neuen Leitlinien zur öffentlichen Finanzierung von Breitbandnetzen und Next-Generation-Access- Infrastrukturen für einheitliche Rahmenbedingungen und für ein Gleichgewicht zwischen Wettbewerb, Subventionen und privaten Investitionen sorgen möchte. Somit planen zum Beispiel Finnland und Estland bis 2015 die Verfügbarkeit von 100 MBit/s-Anschlüssen für jedermann, wobei Finnland den 100 MBit/s-Glasfaseranschluss als Universaldienst (Triple Play) definiert hat. Die deutsche Breitbandstrategie der Bundesregierung sieht vor, dass 75 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2014 über 50 MBit/s-Anschlüsse verfügt. Ein Netz, viele Anbieter Zahlreiche Projekte von Stadtwerken und Kommunen zeigen ebenfalls, dass  FTTH-Strategien schnell und effizient umgesetzt werden können. Insbesondere regionale und oftmals auch kleinere Akteure bauen derzeit mit Nachdruck Glasfasernetze auf. Durch den Impuls der öffentlichen Hand wachsen im Moment die durch öffentliche Gelder angeschlossenen Haushalte schneller als diejenigen der privaten Betreiber, die zumeist durch das regulatorische Umfeld und die Rentabilitätsanforderung eingeschränkt sind. Größtenteils sind die Netze, die so aufgebaut werden, Open Access-Netze. 

Das sind Netze, die diskriminierungsfrei und neutral gegenüber den Anbietern aufgesetzt werden. Damit verfügen Kunden oft über mehrere Dienstanbieter und zwangsläufig innovativere Dienste sowie flexiblere  Tarife. Das bislang gängige Telekommunikations-Geschäftsmodell wird mit Open Access in die drei Ebenen (passive) Netzinfrastruktur, aktive Elemente/Netzbetrieb und Dienstanbieter aufgeteilt. Die Kunden haben somit künftig die Auswahl zwischen mehreren Dienstanbietern über ein und dasselbe Netz. Erste Initiativen und Open Access-Projekte sind vor kurzem in Deutschland aufgekommen. Allerdings sind diese nur vereinzelt vorhanden. 

Open Access – die Vorreiter 

Als Pionier in der Open Access-FTTH Szene gilt „City 2020”, ein Partnerschaftsprojekt der drei Städte Hamm, Lünen und Kamen. Das Investitionsvolumen beträgt zirka 4,3 Millionen. Helinet, ein regionaler Betreiber (37.000 Kunden) ist ein Verbund von verschiedenen lokalen Energieversorgungsunternehmen und begann dieses Netz im Jahr 2009 zu bauen. Ende vergangenen Jahres wurden 4.500 FTTH-Haushalte angeschlossen, geplant ist eine 20-prozentige Durchdringung. In Hamm sind bislang zirka 700 Haushalte angeschlossen. In Schwerte (Westhofen) wurde im Januar 2008 ein anderes FTTH-Projekt angekündigt. Es sollte vorerst 1.800 Haushalte abdecken, innerhalb von fünf Jahren aber die ganze Stadt mit ihren 50.000 Einwohnern. Seit Ende 2008 ist das FTTH-Netz Ruhrnet kommerzialisiert, Ruhrpower als Stadtwerke und lokaler TK-Netzbetreiber ist der Internet-Dienstanbieter. Ende vergangenen Jahres waren 5.000 Haushalte anschließbar – die Kunderate lag bei zirka 60 Prozent. Die Conlinet-Gruppe und die städtische Holding EVV haben im Dezember 2009 die Essen.net zum Zwecke des Ausbaus von Glasfaserhausanschlüssen gegründet. Essen.net will in den kommenden sechs Jahren rund 70 Prozent der Einwohner Essens einen Glasfaseranschluss zur Verfügung stellen. Das neue Unternehmen wird seinen Kunden – unter anderem Vodafone, Versatel, Hansenet, Telekom, Unitymedia und QSC – die Netzinfrastruktur zur Nutzung anbieten. Eine direkte Vermarktung an Endkunden ist nicht vorgesehen.

Insgesamt plant das Unternehmen in Essen 45.000 Glasfaserhausanschlüsse zu verlegen. Um diverse Komplikationen zu vermeiden, wird es mit den Stadtwerken Essen kooperieren und Glasfaser einsetzen, wenn Gas und Wasserleitungen erneuert werden. Bis 2016 werden insgesamt rund 50 Millionen Euro für den Ausbau der Infrastruktur investiert. Im Februar 2009 wurde eine Partnerschaft zwischen Sindelfingen und  Böblingen für den Bau eines neuen FTTH-Open-Access-Netzes geschlossen. Alcatel-Lucent errichtete das Netz mit der GPON-Technologie. Es soll 1.600 Gebäude und 4.000 Einwohner mit schnellem  Internetzugang versorgen. Die Stadtwerke Sindelfingen und Böblingen sind Netzeigentümer, der Open-Access-Netzbetreiber ist die Saarbrücker VSE Net, die zugleich den Sprachund Internetdienst anbietet. 

Die Bekämpfung weißer Flecken Der Bund und die Länder sind sich zunehmend den Anforderungen um Breitband und FTTH bewusst geworden. Allerdings erscheinen die aktuellen Maßnahmen noch spärlich und im internationalen Vergleich relativ unbedeutend. In der Tat hat die Bundesregierung, die 2009 in der nationalen Breitbandstrategie den Akzent auf 1 MBit/s setzt und einen FTTHähnlichen Anschluss von 50 MBit/s für nur 75 Prozent der Bevölkerung bis 2014 vorsieht, bislang den Akzent auf die Versorgung weißer
Flecken gelegt. Ebenso die Länder. Erste FTTHInitiativen sind vorhanden, sind aber bislang lediglich Modellprojekte. Die Strategie des Landes Baden-Württemberg ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert. Im Rahmen seiner Breitbandstrategie hat das Land zwei Piloten – in Sasbach-Walden und in Hohentengen – mit je 2.000 Haushalten eingeleitet. Selbstverständlich wurden verschiedene, in vielen Fälle auch kleinere Projekte im FTTHBereich initiiert, die von einem privaten Netzbetreiber aufgebaut beziehungsweise  kommerzialisiert wurden: 

❚ Netcologne eines der bedeutendsten FTTX Projekte in Deutschland. Beginn 2006, geplante Investition: 125 Millionen, Serviceprovider mit 100 MBit/s-Diensten, Anschluss von 26.000 Gebäuden (234.000  Wohnungen), 70.000 Kunden und Unternehmen im Dezember 2009, 30.000 Gebäude (270.000 Wohnungen) bis 2013 geplant.
❚ M-Net (München) 60 Prozent der Gebäude in München bis 2011 geplant, Netzaufbau: Huawei, Test in Augsburg mit 6.300 Haushalten, Ziel: 40.000 Gebäude und 300.000 Haushalte sollen bis 2013 erschlossen werden. 
❚ Hansenet (Hamburg) Anschluss von 15.000 Gebäuden und 100.000 Haushalten geplant, Investition: rund 50 Millionen (Oktober 2007). 
❚ Willy.tel (Hamburg) 600 Kilometer Glasfaser-Infrastruktur, 215.000 Haushalte sollen erschlossen werden.
❚ Wilhelm.tel (Norderstedt) 530.000 Haushalte, 18.000 Gebäude sollen verbunden werden.
❚ KPN International (Stuttgart) „Glasfaser Direkt“ Dienste in mehreren Regionen in ganz Deutschland.
❚ Deutsche Telekom (Dresden) GPON-FTTBPilotprojekt, 27.000 Haushalte in 3.500 angeschlossenen Gebäuden geplant.
❚ Kabel BW (Heilbronn) 3,5 Millionen Haushalte bis Mitte 2010 geplant, Umsetzung des Docsis 3.0-Standard. 
❚ Unitymedia (Köln und Aachen) neue Dienste für Privatkunden, Download-Geschwindigkeiten bis zu 120 MBit/s, Umsetzung des Docsis 3.0-Standard über Kabelnetz. 



Fazit

Deutschland scheint sich im Gegensatz zu anderen europäischern Ländern nur zögerlich und vereinzelt der Notwendigkeit einer flächendeckenden Open-Access-Initiative im Bereich FTTH bewusst zu sein. In der Tat sind die verschieden definierten Breitbandstrategien noch weit entfernt von der ganzheitlichen Vision eines öffentlichen Netzes, wie wir es bereits aus anderen Märkten kennen. Private und regionale Akteure scheinen allerdings sehr engagiert, und eine wachsende Anzahl von FTTH-angeschlossenen Haushalten sind gesichert. Es stellt sich die Frage, ob die Besonderheiten des deutschen TK- und Breitbandmarktes – hohe Anzahl regionaler Carrier, Kapitalbeteiligung der regionalen beziehungsweise kommunalen  Energieversorgungsunternehmen – dazu führen können, dass der FTTH-Markt sich dynamisch ohne die
Impulse durch öffentliche Initiativen und Open-Access-Netze entwickeln kann. (CR).

Laden Sie hier die weiterführenden Grafiken und Tabellen kostenfrei herunter: Glasfasernetze

Freitag, 6. Mai 2011

Wie weit kann Gasbilanzkreisabrechnung zukünftig auf europäischer Ebene stattfinden?

Viel Spaß bei dem Interview mit Benjamin Peschka, Manager Netzwirtschaft bei der 24/7 Netze GmbH über das Thema Gasbilanzkreisabrechnung - Wie weit kann Gasbilanzkreisabrechnung zukünftig auf europäischer Ebene stattfinden, und wo wird die Netzkontenabrechnung zukünftig angesiedelt?


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